
Verfolgung christlicher Konvertiten im Iran
Christliche Konvertiten im Iran sind weiterhin Verfolgung, willkürlichen Festnahmen, Gerichtsverfahren und weitreichenden Einschränkungen aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt. Diese Maßnahmen stellen einen eindeutigen Verstoß gegen die Religions- und Glaubensfreiheit dar – ein grundlegendes Menschenrecht, das in internationalen Menschenrechtsabkommen garantiert wird.
Aida Nadjaflou, eine christliche Konvertitin und ehemalige Gewissensgefangene, wurde trotz schwerwiegender gesundheitlicher Probleme und der Gefahr einer Querschnittslähmung im Februar 2025 festgenommen und zeitweise im Haftzentrum des Geheimdienstministeriums (Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses) inhaftiert. Am 20. Dezember 2025 wurde sie gegen Kaution vorläufig aus der Haft entlassen.
Auch Lida Alexani, eine weitere christliche Konvertitin aus Teheran, wurde am 13. April 2025 festgenommen und nach etwa einem Monat, am 13. Mai 2025, gegen Kaution freigelassen.
Obwohl das Christentum in der Verfassung der Islamischen Republik Iran als eine der offiziell anerkannten Religionen aufgeführt ist, werden Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind, weiterhin Ziel von Sicherheitsmaßnahmen, willkürlichen Festnahmen, unfairen Gerichtsverfahren und erheblichen Einschränkungen ihrer Grundrechte. Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu den internationalen Verpflichtungen Irans zum Schutz der Religionsfreiheit, der Gewissensfreiheit und der Menschenwürde.